Mit Mensch und Maschine zur effizienten Bauteilbeschaffung
Unsere Plattform setzt auf einen Mix aus Algorithmen und KI auf der einen sowie Zerspanungsprofis und deren Fertigungs-Knowhow auf der anderen Seite.
Die Fertigungsplattform von Spanflug setzt von der Angebotsphase bis zur Auftragsabwicklung auf einen Mix aus Algorithmen und KI auf der einen sowie Zerspanungsprofis und deren Fertigungs-Knowhow auf der anderen Seite. Durch dieses Konzept können viele Arbeitsschritte automatisiert und die Effizienz gesteigert werden – ohne Abstriche bei Kundensupport, Qualität und Termintreue.
Bei der Beschaffung von Dreh- und Frästeilen stehen Unternehmen vor großen Herausforderungen: Der Einkauf muss für jedes Bauteil den passenden Lohnfertiger finden und in den eigenen Lieferantenstamm aufnehmen. Das Einholen der Angebote und die Platzierung des Auftrags beim Fertiger mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis und der passenden, freien Maschine verursacht großen Aufwand. Gleichzeitig sollen aber die Bauteilkosten möglichst gesenkt werden, um am internationalen Markt standzuhalten.
Digitale Fertigungsplattformen, wie zum Beispiel Spanflug, können hier entscheidende Vorteile bieten und sind deshalb im Trend. Sie können mit ihren digitalen Prozessen sowohl den Aufwand als auch die Bauteilkosten signifikant senken. Je höher der Automatisierungsgrad, umso höher fällt meist auch der Effizienzgewinn aus. Doch Unternehmen müssen sich keineswegs entscheiden zwischen den Vorteilen der Plattform-Technologie und einer individuellen Kundenbetreuung. Automatisierung wo möglich und sinnvoll – und kompetente, persönliche Beratung wo nötig – das ist das Motto des Münchner Technologieunternehmens Spanflug. Für automatisierbare Prozessschritte setzt es moderne Technologien ein. Gleichzeitig steht den Kunden bei komplexen Projekten und Fragen ein Team aus Zerspanungsexperten zur Seite.

Fertigungsanalyse und Preisberechnung
„Bei der automatischen Bauteilanalyse basierend auf der CAD-Datei und technischen Zeichnung sowie unseren Algorithmen zur Fertigungsplanung, wird künstliche Intelligenz (KI) immer da als Werkzeug eingesetzt, wo sie uns hilft, Aufgaben zu lösen. Sie ist jedoch immer eingebettet in analytische Methoden, die das Fertigungswissen unserer Experten abbilden“, erklärt Lucas Giering, Head of Product bei Spanflug. Der hohe Automatisierungsgrad erspart den Anwendern manuelle Eingaben. Die Lösung liefert präzise Sofortpreise für die meisten Dreh- und Frästeile. Ein weiterer Vorteil der automatischen Preisberechnung durch die Plattform im Gegensatz zur Preisfindung über externe Lohnfertiger ist, dass sensible Konstruktionsdaten für die Angebotserstellung nie an Dritte weitergegeben werden müssen. Auch die Bestellung der kalkulierten Bauteile platzieren Einkäuferinnen und Einkäufer mit wenigen Klicks und können so den gesamten Beschaffungsprozess, der normalerweise mehrere Tage in Anspruch nehmen würde, auf wenige Minuten verkürzen.
Komplexe Projektanfragen effizient umsetzen
Nicht für jede Fertigungsaufgabe, insbesondere nicht für größere Projekte, führt der optimale Beschaffungsweg über den Sofortpreis. Dies gilt vor allem für größere Auftragsvolumina, Serienteile und Anfragen mit speziellen Anforderungen. Aber auch bei solchen Projektanfragen möchte Spanflug seinen Kunden durch Teilautomatisierung in der Angebotserstellung Zeit und Geld sparen. Deshalb greifen die Experten auch hier auf die Algorithmen der Plattform zurück. Einkäufer erhalten so ihre Angebote ebenfalls in kurzer Zeit – in der Regel innerhalb von 2 Arbeitstagen. In diesem Fall werden die Bauteildaten in der Angebotsphase nur bei Bedarf an ausgewählte Partner weitergegeben. Trotz aller Vorteile der digitalen Technologien unterstützen die Mitarbeiter im Operations-Team die Kunden bei komplexeren Beschaffungsaufgaben. Für das Erfolgsrezept seiner Plattform setzt Spanflug daher eben nicht nur auf moderne Softwaretechnologie, sondern beschäftigt auch ein wachsendes Team aus Kundenberatern und Zerspanungsprofis.

Intelligente Auftragsvergabe
Auch bei der Zuordnung von Bauteilen auf eine der über 6.000 Maschinen trifft zunächst ein Algorithmus eine Auswahl möglicher Fertigungspartner. Dabei werden nicht nur die Ergebnisse der Bauteilanalyse mit verfügbaren Fertigungskompetenzen und Kapazitäten im Netzwerk abgeglichen. Auch die Entfernung zum Lieferort findet Berücksichtigung, um Lieferzeit und -kosten und zudem CO2-Emissionen zu reduzieren. Obgleich Fertigungspartner die Aufträge digital und direkt über die Plattform annehmen, setzt Spanflug auch hier zusätzlich auf persönliche Ansprechpartner, die die gesamte Auftragsabwicklung überwachen. Spanflug koordiniert alle Abstimmungsbedarfe, zum Beispiel technische Rückfragen, um den Einkauf bestmöglich zu entlasten.
Beitrag zuerst veröffentlicht in Beschaffung aktuell, Ausgabe 4/2024